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Zum 107. Geburtstag überrascht

Die Langenloiserin Anna Annessi aus Haindorf wurde am 7. Mai 2021 unglaubliche 107 Jahre alt. Normalerweise gratuliert zu diesen besonderen Anlässen der Bürgermeister persönlich.
Dies war im Vorjahr nicht möglich und Corona machte diesem Plan auch heuer vorerst einen Strich durch die Rechnung. Schlussendlich ist es aber dann doch in einer Spontanaktion gelungen. Am 20. Mai überraschte Stadtchef Mag. Harald Leopold (doppelt geimpft, getestet und mit Maske - außer am Foto) die Jubilarin kurz, um ihr erneut das Beste zu wünschen. Ihrem Ziel, den 110. Geburtstag auch noch zu feiern, ist sie wieder einen Schritt näher gekommen.
Nach wie vor fesch und wach im Geist erzählte sie ihm neue Details mit geschliffener Rhetorik aus ihrem langen Leben, das wahrlich nicht immer einfach war.
Und das Schönste war wohl ihr Schlusswort: "So gefreit hob i mi scho laung net - die 'Über-drüber-Überraschung' ist euch wirklich gelungen, nachdem mich im Vorjahr der Bürgermeister aufgrund der Pandemie leider nicht besuchen konnte und ich das auch heuer angenommen hab!"

Herzlichen Glückwunsch und alles Beste im besonderen 108. Lebensjahr!

Ihre Familie sowie die rührigen Pflegerinnen achten darauf und hoffen, dass man sich 2022 wieder zu diesem freudigen Anlass treffen kann - dann, wenn geht, etwas länger.

Der 7. Mai wäre der Geburtstag gewesen - nicht minder herzlich kamen die Glückwünsche seitens der Stadtgemeinde Langenlois 20 Tage später.
Das Telefon ist für Frau Annessi ein wichtiger Begleiter. Da sie mit ihrer Pflegerin alleine lebt, kommuniziert sie natürlich täglich mit ihren beiden Töchtern und deren Familie und stolz erzählt sie, dass sie auch ein Handy besitzt, denn Videotelefonie ist noch besser :-)
Der Bürgermeister hat die Jubilarin natürlich nicht angerufen, sonst wäre es ja keine Überraschung gewesen :-)
Unglaublich, was diese Dame schon alles erlebt hat und wie lebendig sie ihre Geschichten schildert.
Es gibt natürlich auch nachdenkliche Momente. Mit ihrem "biblischen Alter" ist einem die Endlichkeit verstärkt bewusst.
Erst vor kurzem ist wieder eine Bekannte von ihr im 100. Lebensjahr verstorben und sie erzählt uns vom Enkelsohn dieser Freundin, dem Florian Teichtmeister, der ein berühmter Schauspieler geworden ist und den sie erst kürzlich im Fernsehen gesehen hat. Und sie haben etwas gemeinsam, sagt sie, denn auch er verwendet in seinen Filmrollen einen Rollstuhl.
Man könnte ihr stundenlang zuhören und ist verblüfft, dass sie als junges Stuben-Mädchen zum Beispiel nur 15 Schilling im Monat verdient hat. Sie war auch in einer großen Greißlerei beschäftigt - eine ihrer ersten Arbeiten dort war, den in Säcken durch Feuchtigkeit verklumpten Staubzucker mit dem Nudelwalker wieder fein zu "mahlen".
An die Erziehung und die mahnenden Worte ihre Mutter erinnert sie sich heute noch: Sei ehrlich, lüge nie jemanden an, sei freundlich, grüße alle, sag immer danke und sag nie „das tu ich nicht, das mag ich nicht“! Damit ist sie ihr Leben lang sehr gut gefahren!
Wer Frau Annessi kennt, weiß, dass sie Pflanzen über alles liebt - egal ob drinnen oder in ihrem großen Garten.
„Jung sein ist gut und vergeht wie Dunst, aber alt sein, das ist Lebenskunst!“ Genau unter dieses Motto stellte der Bürgermeister diesen besonderen Ehrentag. Die Jubilarin versteht es seit unglaublichen 107 Jahren, zu leben und zu überleben – egal, welche Schicksalsschläge, welche Kriege und Krisen sie durchmachen mussten.
"Das Leben ist ein Spiegel, wenn du hineinlächelst, lächelt es zurück." Im Sinne des Dramatikers Georg Bernhard Shaw, der "nur" 94 Jahre alt wurde, handelt Anna Annessi weiterhin und freut sich auf den nächsten Geburtstag, der ihr hoffentlich auch noch beschieden ist.


Fotos: Ulli Paur


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