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Gartensommer-Ende & Wasser & Kultur

Am Mittwoch, dem 29. September 2021, fanden im Langenloiser Stadtzentrum abends drei Veranstaltungen fast zeitgleich statt - jede war einzigartig und alle hatten drei etwas Verbindendes und eine Quintessenz - nämlich: Gemeinsam etwas Nützliches und vor allem Nachhaltiges für die Gesellschaft beitragen.
Sehen Sie selbst...

Gartensommer-Finale

Fünf Monate wurde gemeinsam unter dem Motto „Gärten in Veränderung – der Wandel als Gestalter“ ein Höhepunkt vom Gartensommer Niederösterreich in Langenlois und Schiltern inszeniert.
Viele wunderbare Gartenkunstinstallationen sind entstanden, Schaugärten wurden mit neuen Themen und Inhalten noch attraktiver gestaltet und das „Archiv des Wandels“ im Langenloiser Kaiser-Josef-Park hat den angedachten Schwerpunkt auf einzigartige Weise ausgedrückt.
Auch wenn durch Corona manche Veranstaltung im Grünen eine unvermeidbare „Veränderung“ erfahren hat, bleiben wunderbare Erinnerungen an eine geschmackvolle Gartenküche, ein traumhaftes Gartenkino, eine mystische Illumina, ein lebendiges Langenlois blooomt und stimmungsvolle Wein- und Kulturveranstaltungen im Kaiser-Josef-Park im Gedächtnis.
Durch einen breit aufgestellten Marketingplan wurde Langenlois als DIE Wein-, Garten- und Kulturstadt in Niederösterreich positioniert!
Und das Schöne daran: Alle getätigten Maßnahmen sind auch in Zukunft sicht- und spürbar, einzelne Veranstalter planen schon an einer Fortführung ihrer Events im nächsten Jahr!
In einer kleinen Abschlussrunde wurde im Ursin Haus allen gedankt, die den erfolgreichen Gartensommer in Langenlois mitgetragen haben.

"Ein guter Boden Langenlois" - davon ist jetzt auch der "Eberkopf-Jüngling mit Pflug" überzeugt. Diese besondere Skulptur ziert den Langenloiser Kreisverkehr in der Wiener Straße.
Und viele Gartenwerkzeuge stehen und standen Spalier für alle Gäste des Gartensommers.
Über den besonderen Besuch des Schweizers Daniel Spoerri freuten sich beim Abschluss des Gartensommers Bürgermeister Harald Leopold und Ursin Haus-Geschäftsführer Wolfgang Schwarz.
Spoerri als bildender Künstler, ehemaliger Tänzer und Regisseur, ist einer der bedeutendsten Vertreter der Objektkunst. Von ihm stammt die Skulptur des Eberkopf-Jünglings, die im Rahmen des Gartensommers installiert wurde.
Alle Gartensommer-Partner wurde mit diesem kreativen Wegweiser angezeigt.
Dieses Werbesujet war jetzt monatelang unterwegs (z.B. Garten Tulln) und hat viele auf den Gartensommer in Langenlois und Schiltern hingewiesen.
Über die "Gartensommer-Ernte" kann man sich freuen, denn vieles ist geschehen.
Und vieles wird bleiben, wenn man nur an die Paradeisersorte denkt, die dafür gezüchtet wurde.
Zu Gast beim Danke-Abend auch die symbolische Biene - auch für diese wertvollsten Insekten wird mit vielen Blühflächen nachhaltig gesorgt.
Nach dem Sommer kommt der Herbst und der ist spürbar, auch in der Tischdeko :-)
Volker Plass, der neue Geschäftsführer des Vereins Arche Noah und einer der Gartensommer-Partner lernt heute Bürgermeister Mag. Harald Leopold persönlich kennen.
Wolfgang Schwarz begrüßt alle Gartensommer-Partner und kann es gar nicht fassen, dass der Gartensommen schon wieder vorbei ist. Er erinnert sich an viele gemeinsame Arbeitsgespräche und Marktingmaßnahmen, damit diese Veranstaltung eine gute wird. Wenngleich es auch aufgrund von Corona ein Extrajahr zum Nachdenken gab, auch heuer nicht alle geplanten Veranstaltungen durchgeführt werden konnten, verging die Zeit viel zu schnell und man blickt mit Dankbarkeit zurück.
Dieses Danke wird heute an alle weitergegeben, die zum Gelingen beigetragen haben. Langenlois präsentierte sich heuer nicht nur als Wein-, sondern vor allem als wunderschöne Gartenstadt.
Ein Eröffnungsfest wäre im Mai im Kaiser-Josef-Park geplant gewesen - Corona macht da einen Strich durch die Rechnung.
Der heutige Dankesabend hätte ebenfalls dort stattfinden sollen - Regen verschob die Feierstunde ins Ursin Haus.
Genaue Zahlen werden heute noch nicht präsentiert - dafür nimmt man sich im Oktober Zeit, alles zu evaluieren. Die Schlussberichte wird man dann in der Presse finden.
Reinhard Kittenberger ist neben der Stadtgemeinde Langenlois einer der Projektträger. Dieser innovative Gärtnermeister hat bereits 2018 die Initialzündung für den Gartensommer gesetzt und viele dafür begeistert. Er betont, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass hier alle an einem Strang gezogen haben und für vieles Neue offen waren, er denkt da zum Beispiel an das "Archiv des Wandels" im Kaiser-Josef-Park, die 100 Bäume am Holzplatz, die 500 Rosen, die in Schiltern gepflanzt wurden und sicherlich ab dem nächsten Jahr aus dem Dornröschenschlaf erwachen und dann mit ihren Blüten viele Gäste erfreuen, an die Steinpyramiden in der Kremser Straße beim Ortseingang von Langenlois und einiges mehr. Ein großes Danke an den Bürgermeister mit seinem Gemeinderat ist angesagt, die neben Wein mit diesem Projekt auch das Thema Garten in den Vordergrund gerückt haben. Touristisch war der Gartensommer eine besonders wertvolle Initiative. Umso bemerkenswerter ist es, dass sowohl das Loisium Hotel erweitert wurde, das Schloss Haindorf einen neuen Hotelkomplex baut und in den Kittenberger Erlebnisgärten 20 Gartenhäuschen zum Übernachten entstehen werden. Damit wird der Tourismus in Langenlois in eine gute Zukunft geführt. Er ist zuversichtlich, dass Veranstaltungen, die heuer nicht durchgeführt werden konnten, sicherlich im nächsten Jahr neu angedacht werden (z.B. Gartenkirtag, Gartenlauf).
Er bedankt sich auch bei ...
... Michaela Zeiler von der NÖ-Werbung (links im Bild). Langenlois als Gartenstadt wurde österreich- und europaweit in den Vordergrund gerückt.
Herzlichen Dank auch an Dr. Harald Schwaiger, dem Programm-Manager von eco plus. Gemeinsam haben sie schon viele Jahre die große Vision, NÖ zum ökologischen Gartenland Nummer 1 zu machen.
DI Bernd Kajtna vom Verein Arche Noah, Schiltern, im Gespräch mit Christa Lackner. Auch ihr gilt der spezielle Dank von Reinhard Kittenberger als Geschäftsführerin von "Natur im Garten", eine besonders wertvolle Initiative, die es seit 22 Jahren in Niederösterreich gibt und die Menschen zum Umdenken anregt, Naturraum zuzulassen.
Bürgermeister Mag. Harald Leopold freut es, dass er heute so viele helfende Hände sieht, die dazu beigetragen haben, dass der Gartensommer auch ein Erfolg werden konnte. Dabei holt er ....
... DI Agnes Feigl vor den Vorhang. Der Gartensommer trägt nämlich sehr stark die Handschrift dieser Landschaftsarchitektin, die Landschaft kreativ in Szene setzt und touristische Entwicklungspotenziale aufspürt.
Um ein derart großes Projekt umsetzen zu können, braucht es auch einen tüchtigen Finanzreferenten in Person von Vizebürgermeister Ing. Leopold Groiß. Ihm und allen anderen Mitwirkenden und Projektpartnern wird abschließend noch ein letztes Dankeschön ausgesprochen, bevor es...
... zum gemütlichen Teil übergeht. Den bestreitet Benjamin Schweighofer mit seiner schmackhaften Gartenküche, die er auch schon während des Gartensommers bei diversen Veranstaltungen unter Beweis gestellt hat.
Dazu passt hervorragend ein Gartenbier aus der Brauschneiderei in Schiltern.
Auch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes haben sich eine Pause verdient, denn auch sie waren große Stützen während des Gartensommers.
Die starken Gartensommerpartner von links nach rechts: Bürgermeister Mag. Harald Leopold, Kuratorin DI Marlies Rief, DI Agnes Feigl, Wolfgang Schwarz, Michaela Zeiler, Dr. Harald Schwaiger, Vizebürgermeister Ing. Leopold Groiß und Reinhard Kittenberger

Wasser für Umunamu

Sechs Jahre ist es nun her, dass die ersten Spendengelder für das Projekt "Wasser für Umunamu" gesammelt wurden. Der ehemalige Langenloiser Dr. Augustus Ohajriogu initiierte mit Unterstützung der Pfarre Langenlois ein einmaliges Brunnenprojekt in seiner Heimat Umunamu in Nigeria.
Was alles gemeinsam möglich ist, bewies sein Vortrag im Pfarrsaal, wo er seinen Abschlussbericht über dieses bemerkenswerte Brunnenprojekt ablegte. Von 2015 bis 28. Mai 2021 wurden insgesamt 25.636,16 Euro an Spenden gesammelt. Die Kosten für dieses wichtige Wasservorhaben betrugen 16.023,54 Euro. Die verbleibenden Spendengelder werden weiterhin von der Pfarre verwaltet. 
Mehr davon nachstehend...

Wie einfach es bei uns ist, ein Glas Wasser zu trinken: Wasserhahn auf, reines Trinkwasser rinnt, das sogar für die Klospülung verwendet wird.
Wenn man sich verinnerlicht, wie schwierig es für viele Völker auf der Erde ist, zu diesem kostbaren Gut zu kommen, wird man sehr nachdenklich.
"Viele Menschen brauchen zum Baden mehr Wasser, als ein Kamel zum Trinken. Wenn Wasser knapp wird, wird man die Kamele abschaffen müssen." Das meinte einst die deutsche Aphoristikerin Waltraud Puzicha (1925 - 2013).

Literatur im Kino

In den "vierzigerhof" der Familie Renner lud Wolfgang Kühn von der Zeitschrift "DUM" zur zweiten Veranstaltung im Rahmen von "Literatur im Kino" ein.
Dort las der Waldviertler Autor Martin Peichl aus seinem Buch "In einer komplizierten Beziehung mit Österreich" und im Anschluss zeigte der Film "Das Leben ist keine Generalprobe" auf, wie sich GEA-Gründer Heini Staudinger als eine der schillerndsten Unternehmer-Persönlichkeiten Österreichs für den Erhalt des Handwerks in Österreich einsetzt, um den Billigstproduktionen im Ausland zu trotzen, die mit Nachhaltigkeit nichts zu tun haben.

Im vierzigerhof gibt es nicht nur feine Lesungen und Filmvorführungen, sondern auch ebensolche Kulinarik, angeboten von "Herdsache" mit Birgit und Michael. Und davon konnten sich die Gäste von "Literatur im Kino" einmal mehr überzeugen, dieses Mal war das Waldviertel auf der Speisekarte stark vertreten - passend zum Autor und zum Film.
Aus diesen beiden neuen Büchern wird Martin Peichl heute lesen.
Veranstalter Wolfgang Kühn von DUM (Das Ultimative Magazin) stellt den literarischen Gast kurz vor.
Der Autor wurde 1983 im Waldviertel geboren, lebt und schreibt in Wien. Etliche Preise und Auszeichnungen, u. a.: Limburg-Preis, Wiener Literaturstipendium, Hans-Weigel-Literaturstipendium. Sein Debütroman „Wie man Dinge repariert“ (Edition Atelier 2019) war im Finale des Literaturpreises Alpha, auf der Shortlist des Bloggerpreises „Das Debüt“ und wurde mit der Buchprämie des Bundeskanzleramts ausgezeichnet. Im Herbst 2020 erschien sein neuer Roman:
„In Österreich gibt es keine Menschen mit Alkoholproblemen. In Österreich gibt es nur Menschen, die Spaß verstehen, und Menschen, die keinen Spaß verstehen.“
IN EINER KOMPLIZIERTEN BEZIEHUNG MIT ÖSTERREICH
Ein Mix aus Bierdeckelgedichten und Geschichten, die melancholisch und humorvoll sind, hoffnungsvoll und verzweifelt. Da geht es um neue und verlorene Lieben, um Heimat und Ausgrenzung, Männlichkeitsbilder und Alkoholismus. Kurzum: Es geht immer auch um Österreich. Gespickt mit dem unverwechselbaren Sound von Martin Peichl, ist dieses Buch ein wahres Kleinod, in das man sich verlieben könnte.
Den sehenswerten Film aus dem Waldviertel über die Schuhproduktion ...
... und Heini Staudinger braucht man nicht extra beschreiben, den muss man gesehen haben.
„Mich interessiert das Kapital wenig und das Leben sehr“, sagt Heinrich „Heini“ Staudinger. Mit diesem Grundsatz ist der Oberösterreicher aus dem Waldviertel zu einer der schillerndsten Unternehmer-Persönlichkeiten Österreichs geworden. In seinen GEA-Läden verkauft er hochwertige Möbel, Taschen und Textilien – und Schuhe der Marke „Waldviertler“, die er in einer großen Halle in Schrems mit 250 Mitarbeitern selbst erzeugt.
Staudinger hat schon viel "gestemmt".
Und Staudinger unterstützt mit seinem Team auch Hilfsprojekte in Afrika bzw. beauftragt dort lebende Menschen mit Arbeit, die er dann im Waldviertel verkauft.
Man ist beeindruckt, wie einfach alles sein könnte, wenn Menschen nach anderen Grundsätzen wirtschaften würden und nicht nur der Profit die dominierende Kraft ist. Darüber diskutiert man im Anschluss an den Film.
Ein Abend zum Nachdenken geht gemütlich zu Ende.
Und Bücherfreaks bekommen von Martin Peichl noch eine besondere Widmung.
Es kommt die Zeit, wo man es sich mit einem Buch auf der Ofenbank gerne zurückzieht.
Die Welt muss viele Krise ertragen und Probleme bewältigen - möge man schnell den richtigen Weg und die passenden Lösungen dafür finden.


Fotos: Ulli Paur


STADTGEMEINDE LANGENLOIS
Rathausstraße 2
3550 Langenlois
Telefon: +43 2734 2101
Fax: +43 2734 2101 39
E-mail: stadtgemeinde(at)langenlois.gv.at
Homepage: www.langenlois.gv.at

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