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Mit der Ausstellung „Haus Hof Dorf. Wohnbau am Land“ wurde am 16. April 2026 in Langenlois ein hochaktuelles Thema aufgegriffen. In den Räumlichkeiten von Florian Ketter und Beate Seckauer versammelten sich zahlreiche Interessierte, um sich mit Fragen rund um leistbaren Wohnraum, Flächenverbrauch in den Gemeinden und die Zukunft des Bauens im ländlichen Raum auseinanderzusetzen.
Die Ausstellung, konzipiert vom Architektur Raumburgenland und in Langenlois von ORTE mit Unterstützung von Wirtschaft Langenlois präsentiert, zeigt noch bis zum 13. Juni 2026, wie viel Potenzial in bestehenden Strukturen steckt. Im Fokus stehen alternative Wohnformen abseits klassischer Einfamilienhäuser oder großvolumiger Wohnbauten. Anhand vieler Beispiele wird veranschaulicht, wie auch auf kleinen, historisch gewachsenen Parzellen attraktiver Wohnraum entstehen kann und welche Rolle dabei Höfe als geschützte Freiräume spielen. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig es ist, Ortskerne zu stärken und vorhandene Infrastruktur sinnvoll zu nutzen, anstatt weitere Flächen zu verbauen.
Im Rahmen der Eröffnung wurde diese Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Ernst Pfaffeneder (ORTE Vorstandsvorsitzender) sprach über die Bedeutung der Nutzung bestehender Gebäude für den Erhalt lebendiger Ortsstrukturen und den oft historischen Charakter von Gemeinden. Verena Mann (GF Wirtschaft Langenlois) ging auf das Thema Leerstandsmanagement ein und zeigte sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen auf, die sich daraus ergeben.
Praxisnahe Einblicke lieferte Nikolaus Gartner (künstlerischer Leiter des Architektur Raumburgenland), der anhand von Beispielen veranschaulichte, wie aus begrenztem Raum qualitätsvoller Lebensraum entstehen kann. Martin Moser (GF & Partner von X42 Architektur ZT GmbH) betonte in seinen Ausführungen die wichtige Rolle der Gemeinden bei der Begleitung, Unterstützung und Umsetzung solcher Projekte.
Einen besonderen Akzent setzte das Projekt „save the plate“ von Florian Ketter und Beate Seckauer. Dabei werden ausgemusterte Teller und Porzellanteile durch einen erneuten Brennvorgang und spezielle Glasuren – teilweise aus regionalen Materialien – künstlerisch neu gestaltet und einer weiteren Nutzung zugeführt. Dies passt sinngemäß perfekt zur Idee, aus altem, nicht genutztem Wohnraum, Neues zu schaffen.
Zum Abschluss der Eröffnung unterstrich Bürgermeister Harald Leopold die zunehmende Bedeutung der Ortskernbelebung und machte deutlich, dass es künftig entscheidend sein wird, bestehende Gebäude und Strukturen stärker zu nutzen und wertzuschätzen.
Die Ausstellung selbst lädt im Anschluss an die Eröffnung zu einem informativen Rundgang ein und bietet zahlreiche Denkanstöße für eine nachhaltige Entwicklung von Wohnen und Bauen im ländlichen Raum. Die gezeigten Beispiele dienen als Orientierung, inspirieren zur Nachahmung und sind ein klares Statement dafür, wie gut sich Zentrumsbelebung und das Ziel eines reduzierten Flächenverbrauchs kombinieren lassen.
Dauer: bis Samstag, 13. Juni 2026Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag 10-13.30 Uhr und 15-19 UhrOrt: Rathausstraße 4, 3550 Langenlois